Glutenfreies Brot

Glutenfreies Brot

Gluten ist das Klebereiweiß in verschiedenen Getreideprodukten. Gertreidesorten mit einem hohen Glutengehalt sind beispielsweise Weizen, Dinkel und Roggen. Dieses Gemisch aus mehreren Eiweißen (Proteinen) sorgt, in Verbindung mit Wasser, für Stabilität im Teig. Einige Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens allerdings eine Unverträglichkeit gegenüber diesem Stoff, eine sogenannte Zöliakie.
Diese Tatsache zwingt die Betroffenen oftmals ihre Ernährung, der Krankheit entsprechend, umzustellen. Dies ist oft aber nicht so leicht. Laut einer repränsentativen Umfrage aus dem Jahre 2013 verzehren 95 Prozent aller Befragten mindestens 3 mal wöchentlich Brot oder Brötchen. Nudelgerichte stehen immerhin noch bei 24 Prozent mehrmals in der Woche auf dem Speiseplan. In den meisten Fällen werden diese Lebensmittel mit glutenhaltigen Zutaten wie Weizenmehl, oder Hartweizengrieß, industriell hergestellt. Dieser Artikel soll aufzeigen, welche Brotsorten glutenfrei sind, welche Hersteller glutenfreies Brot anbieten und sogar wie es sich, ohne viel Mühe, selbst zu Hause nachbacken lässt.

Spezielle Rezeptur sorgt für Wohlbefinden

Als Betroffener muss man theoretisch, und auch praktisch, auf nichts verzichten. Es werden von verschiedenen Herstellern viele unterschiedliche, glutenfreie Brotsorten angeboten. Die Produktpalette reicht von klassischen Landbroten, über Mehrkornbrötchen, bis hin zu Ciabatta. Auch glutenfreies Vitalbrot findet sich in dieser langen Liste. Der Marktführer für glutenfreies Brot, Schär beispielsweise, bietet seinen Kunden eine große Auswahl an geeigneten Lebensmitteln an. Auch die Backwaren der Firma Seitz sind glutenfrei. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit in spezialisierten Onlinesupermärkten glutenfrei einzukaufen. Doch wie schaffen es die Hersteller, glutenfreies Brot herzustellen? Natürlich durch die spezielle Rezeptur. Hauptbestandteil dieser Backwaren sind meistens Mehle aus Buchweizen oder Reis. Ein weiterer, wichtiger Bestandteil ist die Maisstärke. Brot aus Sonnenblumenkernen ist ebenfalls häufig frei von Gluten. Generell ist es hilfreich im Supermarkt die Zutatenliste genau zu beachten, denn oft versteckt sich beispielsweise glutenhaltiges Weizenmehl in dem Brot.

Leichtes Selberbacken dank glutenfreier Backmischungen

Wer auf eine glutenfreie Backmischung zurückgreift, kann so ganz leicht eigenes, glutenfreies Brot zu Hause selbst herstellen. Ein besonderer Brotbackautomat ist dafür nicht unbedingt erforderlich. Einfach etwas lauwarmes Wasser und gegebenfalls Hefe hinzufügen, den Teig kneten, in Form bringen und im vorgeheizten Backofen ausbacken. Für eine glutenfreie Ernährung stehen auch vielseitig einsetzbare, glutenfreie Mehlmischungen zur Verfügung. Durch diese Backmischungen ist es möglich, beispielsweise auch Fladenbrot oder Knäckebrot selbst herzustellen. Auch für glutenfreien Pizzateig sind diese Mehlmischungen sehr gut geeignet.

Es finden sich einige Anbieter für glutenfreie Backmischungen. Die bekannteste Marke ist Bauckhof. Der Bauckhof ist einer der frühesten Bio-Höfe in Deutschland und betreibt seit je her einen kontrollierten biologischen Anbau.

Tolle Ideen zum Nachbacken

Auch ohne fertige Backmischungen finden sich einige leckere Rezepte für glutenfreies Brot.

Beispielsweise lässt sich ein glutenfreies Brot leicht mit Kartoffelstärke zubereiten. Auch finden die bereits erwähnten Mehlsorten hier häufig Verwendung. Oftmals werden diese leckeren Alternativen, zu herkömmlich hergestelltem Brot, zusätzlich noch mit Joghurt oder Buttermilch verfeinert. Dadurch wird ein besonders lockeres Backergebnis, und gleichzeitig ein toller Geschmack erzielt.

Eine weitere Zutat für glutenfreie Brote ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit, das Amaranth. Schon die Inka wussten um die gesunde und sättigende Eigenschaft von Amaranth. Das Mehl aus den winzigen Körnern der Pflanze ist frei von Gluten. Auf diversen Rezeptseiten im Internet oder in der Fachliteratur finden sich viele tolle Rezeptideen, die leicht, und ohne allzu großen Zeitaufwand, nachzubacken sind. Mit etwas Geschick in der Küche ist das Wissen um die einzelnen Zutaten, und dadurch auch das gute Gewissen, sich glutenfrei zu ernähren, inbegriffen.

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